
Als ich nach Jahrzehnten das Zeichnen wieder begonnen habe, habe ich zuerst Kurse besucht. Das war gut, hat mir beim Start geholfen. Aber jetzt bin an einem Punkt, an dem ich meine Flügel so langsam ausbreiten und Alleinflüge starten sollte. Aus den Kursen habe ich genug theoretisches Wissen mitgenommen – und auch erste Erfahrungen. Aber ich will nicht so zeichnen, wie meine Kursleiter. Ich möchte meinen eigenen Stil, meine eigenen Sujets – und brauche folglich auch meine eigene Übe-Routine. Darauf hat mich kein Kurs vorbereitet.
Mein „Arbeiten in Serien“ ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Aber da muss noch mehr kommen. Wenn ich „einfach nur“ rausgehe, bin ich oft enttäuscht. Die Zeichnung wird oft nicht so, wie ich es gerne hätte. Ich muss einen Weg finden, gezielter an meinen „pain points“ zu arbeiten.
Das bedeutet, glaube ich, auch, dass ich mir konkrete „Forschungs-Themen“ setze, also z.B. lasierte Bäume. Wichtig erscheint mir auch, es wirklich als „Forschung“ zu sehen. Ich probiere, was geht – und was nicht.
Zu jeder „Forschungsarbeit“ brauche ich eine klar formulierte Absicht. Was erforsche ich da gerade?
Und eine klare Auswertung: Was lief gut – und was nicht? Was merke ich mir fürs nächste Mal? Sowohl im Guten, als auch im Schliefgegangenen?
Ich werde dieses Vorgehen jetzt eine Weile testen und dann berichten.




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