Was macht für mich einen guten Kurs aus?

Seit ich vor vier Jahren intensiver mit dem Malen und Zeichnen begonnen habe, habe ich viele Bücher gelesen und viele Kurse – überwiegend online, Corona sei Dank – mitgemacht.

Inzwischen weiß ich, was mir persönlich bei einem Kurs wichtig ist:

– Ich brauche es, dass mir Konzepte erklärt werden – einfach nur vormachen und nachmachen ist nicht mein Ding
– Ich brauche eine Lehrkraft, die mir ihre eigenen Prozesse erlebbar macht – warum trifft sie welche Entscheidung?
– Ich will meinen eigenen Stil entwickeln und möchte, dass meine Bilder nicht wie die von meinem Lehrer aussehen. Also brauche ich jemanden, der mich ermutigt, vielleicht sogar „zwingt“, meinen eigenen Weg zu gehen.
– Ich brauche kleine, handliche Übungen. Es frustriert mich zu arg, wenn ich gleich und aussschließlich Portfolio-Arbeiten anfertigen soll

Darüber hinaus ist es mir wichtig, dass die Lehrkraft eine professionelle Distanz hält. Ich habe volles Verständnis, wenn die Kursleiterin zeigt, dass sie ein technisches Problem während des Zoom-Meetings stresst – ich habe kein Verständnis dafür, wenn der Lehrer seine privaten Probleme vor laufender Kamera ausbreitet.

Genauso fühle ich mich besser aufgehoben bei jemandem, der seine eigenen Werke neutral zeigt (mal positiv, mal etwas peinlich berührt, mal nostalgisch) als bei jemandem, der jedes seiner Bilder lobt und es als gutes Beispiel dafür zeigt, wie man dieses oder jenes Problem souverän lösen kann.

Nachtrag 24.11.2025: Da gerade der Black Friday vor der Tür steht, wird es zunehmend für mich auch zu einem Qualitätskriterium, dass der Anbieter KEINEN hohen Sonderrabatt gewährt. Wer gute Kurse hat, hat das nicht nötig, finde ich.

Silke zeichnet unterwegs und experimentiert im Studio mit Farbe. Auf Skizzenlabor dokumentiert sie Reisezeichnungen, Farbstudien und andere visuelle Untersuchungen – mit Neugier, wechselndem Erfolg und ohne Anspruch auf abschließende Ergebnisse.

Skizzenlabor

Draußen skizzieren. Drinnen experimentieren.

Hier wird gezeichnet, beobachtet, ausprobiert und gelegentlich etwas verstanden.

Draußen entstehen Skizzen von Orten, Landschaften und Reiseeindrücken. Nicht als vollständige Dokumentation, sondern als Versuch festzuhalten, was mir aufgefallen ist und was mich beschäftigt hat.

Im Studio geht die Untersuchung weiter. Dort wird mit Farbe experimentiert: Mischungen, Kontraste, Farbharmonien, Fehlversuche und unerwartete Entdeckungen.

Skizzenlabor ist kein Portfolio und kein Lehrbuch. Es ist ein Arbeitstagebuch. Ein Ort für Notizen, Studien, Experimente und Fragen, auf die es oft noch keine Antwort gibt.

Manche Versuche gelingen. Andere liefern interessante Nebenbefunde.

Beides wird dokumentiert.

Vieles hier ist vorläufig. Fast alles ist ergebnisoffen.