Realistische Piepmätze

Ich bin die Tochter eines Hobby-Ornithologen und seit frühester Kindheit mit Vogelbeobachtung aufgewachsen. Entsprechend früh habe ich angefangen, Vögel zu malen.

Eines meiner Frühwerke, ca. 1970. Ich konnte noch nicht „BLaumeise“ sagen – das „BL“ verkam bei mir zu einem „B“ – aus der Blaumeise wurde zur Freude meiner Familie dann eine „Baumeise“. Aber ich wußte schon genau, wo welche Farben hingehören.

Über 40 Jahre habe ich dann nicht nennenswert gezeichnet. Über Zwischenstationen während Corona

     

wurden dann brauchbare Zeichnungen:

Erfreulich, keine Frage.

Aber eigentlich will ich etwas anderes. Ich will die Piepmätze zum einen skizzieren – also schnell ihre Dynamik wiedergeben. Zum anderen hätte ich gerne Line-and-Wash Illustrationen im Cartoon-Stil – so was in der Art

Bloß habe ich noch keine Ahnung, wie ich da hinkomme.

„Abmalen“ kann ich mittlerweile ganz gut. Aber finde mal in der Natur einen Raben, der auf einem Bein steht, das andere abspreizt und die Flügel ausbreitet.

Meine aktuelle Preisfrage lautet: Wie zeichne ich aus meiner Fantasie? 

Ich habe das Gefühl, dass das zwei ganz verschiedene Dinge sind: Abzeichnen und „frei zeichnen“. Ich erinnere mich, dass ich schon als Kind ständig gefragt habe: Was für Ohren hat denn ein Nashorn? Heute recherchiere ich und finde u.a. heraus, dass sich Hase und Kaninchen an der an Augenfarbe unterscheiden. OK, für einen „Cartoon“ ist das nicht wichtig. Aber es zeigt mir, dass ich Wissen brauche, das ich noch nicht habe.

Silke zeichnet unterwegs und experimentiert im Studio mit Farbe. Auf Skizzenlabor dokumentiert sie Reisezeichnungen, Farbstudien und andere visuelle Untersuchungen – mit Neugier, wechselndem Erfolg und ohne Anspruch auf abschließende Ergebnisse.

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Skizzenlabor

Draußen skizzieren. Drinnen experimentieren.

Hier wird gezeichnet, beobachtet, ausprobiert und gelegentlich etwas verstanden.

Draußen entstehen Skizzen von Orten, Landschaften und Reiseeindrücken. Nicht als vollständige Dokumentation, sondern als Versuch festzuhalten, was mir aufgefallen ist und was mich beschäftigt hat.

Im Studio geht die Untersuchung weiter. Dort wird mit Farbe experimentiert: Mischungen, Kontraste, Farbharmonien, Fehlversuche und unerwartete Entdeckungen.

Skizzenlabor ist kein Portfolio und kein Lehrbuch. Es ist ein Arbeitstagebuch. Ein Ort für Notizen, Studien, Experimente und Fragen, auf die es oft noch keine Antwort gibt.

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Beides wird dokumentiert.

Vieles hier ist vorläufig. Fast alles ist ergebnisoffen.

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