Liz fragt in ihren Kursen regelmäßig nach den „takeaways“, also den Dingen, die man aus dem Kapitel/dem Kurs mitgenommen hat. Das ist jedesmal eine gute Reflektionsmöglichkeit.
Was mir aber nun nach mehreren Monaten, in denen ich mich spiralförmig durch ihre Kurse arbeite auffällt, ist folgendes:
Sie erklärt Konzepte. Das ist wichtig für mich. Sie lässt an „Studien“ üben – und nicht gleich Portfolio-Werke erstellen. Auch das brauche ich.
Was ich aber ganz besonders mitnehme, ist eine Art „forschendes Lernen“.
Ich male schnelle Skizzen, i.d.R. vom gleichen Objekt.
Heute war es die Kirche Santa Maria in Siurana, Katalonien:

Zweimal das gleiche Motiv, zweimal die selben (sic!) fünf Farben, einmal nur WC, einmal Ink & Wash. Zweimal ein total anderes Ergebnis – schon alleine farblich.
Das stimmt mich nachdenklich. Den Hinweis vom besten Ehemann von allen, doch vielleicht das Wasser zu wechseln und die Palette zu reinigen (hüstel…) ist sicher nicht von der Hand zu weisen.
Aber da ist mehr. Und ich kann das jetzt selbst erforschen.

Da ist noch deutlich Luft nach oben bei der Perspektive. Und – wie immer – bei den Kontrasten. Also auch dazu einige schnelle Studien.
Und dann – quasi wissenschaftlich sauber – das Farbproblem angegangen.
Warum sind die beiden SO unterschiedlich ausgefallen? Was kann ich anders machen? WIE kann ich etwas anders machen?
So gefällt mir das mit dem Lernen! Wenn ich das noch eine ganze Weile so weiter betreibe, werde ich gute Fortschritte sehen, da bin ich sicher.