Meine Takeaways von Liz‘ Steels Kursen

Liz fragt in ihren Kursen regelmäßig nach den „takeaways“, also den Dingen, die man aus dem Kapitel/dem Kurs mitgenommen hat. Das ist jedesmal eine gute Reflektionsmöglichkeit.

Was mir aber nun nach mehreren Monaten, in denen ich mich spiralförmig durch ihre Kurse arbeite auffällt, ist folgendes:

Sie erklärt Konzepte. Das ist wichtig für mich. Sie lässt an „Studien“ üben – und nicht gleich Portfolio-Werke erstellen. Auch das brauche ich.

Was ich aber ganz besonders mitnehme, ist eine Art „forschendes Lernen“.

Ich male schnelle Skizzen, i.d.R. vom gleichen Objekt.

Heute war es die Kirche Santa Maria in Siurana, Katalonien:

Zweimal das gleiche Motiv, zweimal die selben (sic!) fünf Farben, einmal nur WC, einmal Ink & Wash. Zweimal ein total anderes Ergebnis – schon alleine farblich.

Das stimmt mich nachdenklich. Den Hinweis vom besten Ehemann von allen, doch vielleicht das Wasser zu wechseln und die Palette zu reinigen (hüstel…) ist sicher nicht von der Hand zu weisen.

Aber da ist mehr. Und ich kann das jetzt selbst erforschen.

Da ist noch deutlich Luft nach oben bei der Perspektive. Und – wie immer – bei den Kontrasten. Also auch dazu einige schnelle Studien.

Und dann – quasi wissenschaftlich sauber – das Farbproblem angegangen.

Warum sind die beiden SO unterschiedlich ausgefallen? Was kann ich anders machen? WIE kann ich etwas anders machen?

So gefällt mir das mit dem Lernen! Wenn ich das noch eine ganze Weile so weiter betreibe, werde ich gute Fortschritte sehen, da bin ich sicher.

 

 

Silke zeichnet unterwegs und experimentiert im Studio mit Farbe. Auf Skizzenlabor dokumentiert sie Reisezeichnungen, Farbstudien und andere visuelle Untersuchungen – mit Neugier, wechselndem Erfolg und ohne Anspruch auf abschließende Ergebnisse.

Skizzenlabor

Draußen skizzieren. Drinnen experimentieren.

Hier wird gezeichnet, beobachtet, ausprobiert und gelegentlich etwas verstanden.

Draußen entstehen Skizzen von Orten, Landschaften und Reiseeindrücken. Nicht als vollständige Dokumentation, sondern als Versuch festzuhalten, was mir aufgefallen ist und was mich beschäftigt hat.

Im Studio geht die Untersuchung weiter. Dort wird mit Farbe experimentiert: Mischungen, Kontraste, Farbharmonien, Fehlversuche und unerwartete Entdeckungen.

Skizzenlabor ist kein Portfolio und kein Lehrbuch. Es ist ein Arbeitstagebuch. Ein Ort für Notizen, Studien, Experimente und Fragen, auf die es oft noch keine Antwort gibt.

Manche Versuche gelingen. Andere liefern interessante Nebenbefunde.

Beides wird dokumentiert.

Vieles hier ist vorläufig. Fast alles ist ergebnisoffen.